ARIZONA - Indian Country
Übersicht Indian Country

Reservate

Im Nordosten Arizonas liegen die Reservate der Navajo und Hopi, die sich über das schier endlose Land im nordöstlichen Teil Arizonas erstrecken und größer sind als so mancher Bundesstaat der USA. Erleben Sie die faszinierenden Kulturen der Indianer inmitten eindrucksvoller Landschaften.

Das größte Indianer-Reservat überhaupt, das der Navajo, bedeckt mehr als 65.000 Quadratkilometer und reicht weit über die Grenzen Arizonas hinaus nach New-Mexico, Utah und Colorado hinein und bietet eine Reihe faszinierender Ausflugsziele.

Die Navajo sind Besuchern gegenüber sehr aufgeschlossen und lassen bei manchen Zeremonien sogar Gäste zu. Sie verkaufen Schmuck und anderes Kunsthandwerk; und organisieren auch Rundfahrten.
Im Sommer finden in fast jedem grösseren Ort ihres Landes bunte Rodeos statt. Wettbewerbe im Lassowerfen und Zureiten von Pferden gibt es auch im Winter - neben Stierreiten und Mannschafts-Tauziehen. Das All-Indian P.R.C.A. Rodeo ist Höhepunkt der All-Indian Navajo Nation Fair bei Window Rock, des "weltgrößten Festivals der Indianer Amerikas."

Landschaft und Geschichte der Region werden in mehr als 15 National Monuments, Stammes-Parks und historischen Stätten geschätzt und lebendig gehalten. Besonders nahegehende Eindrücke bleiben nach Wanderungen und Touren per Pferd oder Jeep, die von Indianern geführt werden.

An fünf Tagen im September kommen mehr als 100.000 Besucher, angelockt durch die Wahl der »Miss Navajo Nation«, den Pfannenbrot-Backwettbewerb, den gemeinsamen Powwow verschiedener Stämme, indianische Lieder und Tänze sowie Austellungen ausgewählter Arbeiten indianischer Künstler.


Sammler aus aller Welt schätzen die künstlerische Begabung der Navajo. Die Spanier und Mexikaner brachten die Silberschmiedekunst; und als die Navajo 1863 von ihrem erzwungenen Exil in New Mexico zurückkehrten, begannen sie, Türkise zu Schmuck zu verarbeiten. Ende des 18. Jahrhunderts bereicherten weiße Händler die Webarbeiten der Indianer durch neue Farbstoffe. Bei allen diesen Einflüssen haben es aber erst die Navajo mit ihrem Sinn für Tradition und Schönheit verstanden, Kunstwerke entstehen zu lassen, wie sie heute in den "Handelsposten" und Galerien überall auf dem Reservatsgebiet verkauft werden.


In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts gründete John Lorenzo Hubbell, von seinen Navajofreunden Don Lorenzo genannt, den Handelsposten Hubbell Trading Post. Hubbell's, 30 Meilen westlich von Window Rock an der State Route 264 gelegen, ist heute ein lebendiges Zentrum der regionalen Wirtschaft. Als National Historic Site ein nationales Geschichtsdenkmal - erinnert sein Name an jenen Mann, der beide Kulturen kannte und sein Leben der schwierigen Aufgabe widmete, den Navajos das oftmals merkwürdige Verhalten der Weißen verständlich zu machen und ihnen beim Umgang mit den Eindringlingen zu helfen.


Das Hopi-Reservat, obwohl umschlossen vom Land der Navajo, schenkt dem Reisenden eine völlig andere Erfahrung. Seit Jahrhunderten bewohnen die Hopi dieselben Orte auf drei Plateaus, die sie »Mesas« nennen; ihre Kultur reicht Tausende von Jahren zurück. Das Hopi Cultural Center auf dem Second Mesa zeigt und verkauft handgefertigte Schätze und ist mit gutem Grund stolz auf sein Museum.


Die Hopi, obwohl zu Fremden durchaus freundlich, leben eher zurückgezogen. Sie lassen zwar bei manchen rituellen Tänzen und Zeremonien Gäste zu; vieles im Dorfleben ihrer tief religiösen Kultur aber ist für Besucher tabu. Kameras, Tonbandgeräte und Zeichenblocks dulden die Hopi nicht.

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